Die Sonnenbarke als einmaliges Bild aus Metall. Die Konturen sind von Hand mit Hammer und Meissel eingekerbt und danach mit entsprechender Farbe bemalt.

 

Daten

Grösse:113 x 88 cmAngefertigt:2011
Gewicht:24 kgMaterial:Metall

 

Fotogalerie

 

Bedeutung

Der Sonnenlauf stand im Neuen Reich im Zentrum des Jenseitsglaubens

An ihm wollte der verstorbene König teilhaben, um in den ewigen Zyklus von Auf- und Untergang, Leben und Tod eingebunden zu sein. Den gleichen Zweck erfüllte für nicht-königliche Personen das auf Papyrus geschriebene »Totenbuch« mit seinen unzähligen Sprüchen. Im Osten, neu geboren, tritt der Sonnengott Re abermals seine Herrschaft an, indem er in seiner Barke über den Himmel fährt. Gealtert im Westen angekommen, tritt er in die Unterwelt ein und vereinigt sich am tiefsten Punkt im Jenseits mit Osiris; um danach verjüngt und regeneriert seinen Lauf fort zu setzen. Im sog. Amduat (“Das, was in der Unterwelt ist”), wird von den Ägyptern ausführlich die Reise des Sonnengottes Re durch die den zwölf Nachtstunden entsprechenden zwölf ‘Abteilungen’ der Unterwelt bildlich und schriftlich beschrieben. In den sogenannten “Jenseitsbüchern” (Unterweltsbücher) findet sich der Sonnenlauf als zentraler und wesentlicher Bestandteil der Jenseitsvorstellungen.

Chepre – die Morgensonne
Als Chepre wird Ra / Re mit einem Skarabäus dargestellt. Er legt seine Eier in eine Mistkugel und es scheint, dass seine Jungen wie der Urgott selbst ohne Zeugungsakt entstehen. Die Mistkugel schiebt der Käfer wie ein Ball vor sich her, so dass auf Darstellungen der Skarabäus die Sonnenscheibe am morgen über den Horizont schiebt.

Re – Harachte – die Mittagssonne
Als Harachte geht Re eine Verbindung mit Horus ein und wird wie dieser als Falke oder falkenköpfiger Mann dargestellt. Auf seinem Kopf prangt eine große Sonnenscheibe mit der Uräus-Schlange

Atum – die Abendsonne
Atum hat als Erscheinungsform des Re / Ra viele Gestalten. Die häufigsten sind Widder, Käfer oder Ichneumon. Die große Sonnenscheibe mit der Uräus-Schlange prangt oft an seiner Stirn.

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